Insight

Neue Impulse für die nächste Generation im Handwerk

19.09.026

Vom 17. bis 19. September 2026 kamen die YOUNG FABRIs in Würzburg zusammen. Im Mittelpunkt standen die persönliche Entwicklung unserer Nachwuchskräfte, konkrete Impulse für den Arbeitsalltag und der Austausch zwischen den Unternehmen der FABRI Gruppe. Das Ziel: Talente aus den eigenen Reihen auf ihrem Weg zu mehr Verantwortung zu begleiten und gleichzeitig das unternehmerische Denken in den einzelnen Betrieben zu stärken.

 

Den Auftakt machte Jürgen Waellnitz mit seinem Vortrag „Mehr Stärke. Mehr Verantwortung. Mehr Wirkung“. Gemeinsam mit den Teilnehmern ging er der Frage nach, wie gute Führung bei der eigenen Person beginnt. Wer Verantwortung für andere übernehmen möchte, muss die eigenen Stärken kennen, sich seiner Wirkung bewusst sein und Menschen wirklich verstehen. Dabei wurde deutlich: Gute Führung bedeutet nicht, alle gleich zu behandeln, sondern auf unterschiedliche Persönlichkeiten und Bedürfnisse einzugehen. Besonders wichtig ist die Fähigkeit, zuzuhören, um zu verstehen, anstatt lediglich auf die nächste Antwort zu warten.

 

Am Freitag richtete Michael Heitkötter den Blick auf die praktische Nutzung Künstlicher Intelligenz im Handwerk. Unter dem Titel „KI ist JETZT – praktische Assistenz für jede Aufgabe“ zeigte er zahlreiche konkrete Einsatzmöglichkeiten: von der Auswertung von Leistungsverzeichnissen und der Erstellung von Angeboten über Baustellendokumentationen und Personaleinsatzpläne bis hin zu Einarbeitung, Marketing und Kundenkommunikation. Seine zentrale Botschaft: Beim Einsatz von KI geht es nicht um möglichst viele neue Tools, sondern darum, wiederkehrende Aufgaben zu vereinfachen und wertvolle Zeit für die wirklich wichtigen Themen zu gewinnen. Die YOUNG FABRIs sind dabei als Impulsgeber gefragt, geeignete Anwendungsfälle zu erkennen und die Umsetzung in ihren Unternehmen aktiv voranzutreiben.

 

Mit Prof. Dr. Michael Schörnig wurde es anschließend rechtlich und zugleich sehr praxisnah. Sein Vortrag zu Behinderungsansprüchen sowie Prüfungs-, Hinweis- und Kooperationspflichten in der VOB/B zeigte, wie wichtig rechtliche Sicherheit im Baustellenalltag ist. An konkreten Beispielen aus dem TGA-Handwerk wurde deutlich, dass Behinderungen und Bedenken frühzeitig, schriftlich und nachvollziehbar angezeigt werden müssen. Eine konsequente Dokumentation schützt vor Haftungsrisiken und hilft dabei, berechtigte Ansprüche zu sichern.

 

Auch der gruppeninterne Austausch nahm einen wichtigen Platz ein. Der „FABRI Schrank“ steht sinnbildlich für das Wissen, die Erfahrungen und die Werkzeuge, die innerhalb der Gruppe bereits vorhanden sind. Jedes Unternehmen bleibt eigenständig und entscheidet selbst, welche Angebote und Erfahrungen für den eigenen Betrieb hilfreich sind. Gleichzeitig eröffnet das Netzwerk die Möglichkeit, voneinander zu lernen, erfolgreiche Lösungen weiterzugeben und gemeinsam schneller voranzukommen. Beim gemeinsamen Barbecue, dem traditionellen Schoppen auf der Alten Mainbrücke und dem anschließenden Abendessen wurden neue Kontakte geknüpft und bestehende Verbindungen vertieft.